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Forschung

Seit einigen Jahren bezieht sich die stadtentwicklungspolitische Debatte auf das Thema „Soziale Stadt“. Damit sind integrierende und stadtteilbezogene Erneuerungsansätze gemeint, die weit über bisherige rein städtebauliche Maßnahmen hinausreichen. Es geht um die Verknüpfung von Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Sozial- und Infrastrukturpolitik. Entsprechende Ansätze gibt es in verschiedenen westeuropäischen Ländern schon seit längerem.

Die unter dem Forschungsthema „Soziale Stadt“ diskutierten und analysierten Ansätze sollen nicht nur eine Stabilisierung von benachteiligten Stadtgebieten erreichen, sondern auch neue und innovative Formen der Kooperation und Steuerung in der Stadtentwicklungspolitik hervorbringen.

Der Erfolg integrierter Stadtteilerneuerung fußt wesentlich auf dem Grad der Vernetzung der AkteurInnen und Einrichtungen im Stadtteil. In den Stadtteilen soll eine neue Kooperationskultur zwischen BewohnerInnen, Einrichtungen, Initiativen, Vereinen etc. entwickelt werden. Diese bezieht sich maßgeblich auf eine neuen „Beziehungsinfrastruktur“, die durch Dichte und Vielfalt der Gremien- und Vereinsstruktur gekennzeichnet ist, und die wiederum das Entstehen informeller Netze fördert. Um eine Kooperationskultur im Stadtteil zu fördern, ist die breite Einbindung aller relevanten Akteursgruppen bzw. engagierter BewohnerInnen erforderlich.