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Berlin : RAW - das Gelände des ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerks

Das zehn Hektar große Areal, das an die Warschauer und Revaler Straße angrenzt, ist seit seiner Erbauung 1867 das größte und älteste deutsche Reichsbahn-Ausbesserungswerk.

Ende der Zwanzigerjahre entstand hier eine kleine Stadt mit Dienstwohnungen für die Beschäftigten, Kindergarten, Krankenhaus und Kultureinrichtungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg taufte die DDR-Regierung das Gelände zu Ehren des 1933 in Dachau ermordeten bayerischen Eisenbahners und KPD-Funktionärs Franz Stenzer um. Noch knapp 60 Jahre arbeiteten hier 1200 Menschen. Nach der Wiedervereinigung wurden 1991 fast alle entlassen, lediglich die Wagenreinigungsanlage blieb erhalten und übernahm einige wenige Beschäftigte. Das Areal verkam zur Brache, bis 1999 mit dem Engagement durch den soziokulturellen Verein RAW-Tempel e.V. der Verfall der denkmalgeschützten Gebäude gestoppt und die Freiflächen gepflegt wurden. Dabei entwickelten sich viele unterschiedliche Projekte, die über den Rahmen des RAW-Tempel e.V. die Räume an der Revaler Straße für ihre Arbeit in sozialen Projekten und mit kulturellen Veranstaltungen nutzen. Im Laufe der Jahre kamen weitere NutzerInnen auf dem RAW-Gelände dazu, die unterschiedliche, mehr oder weniger kommerzielle Ziele verfolgen.Teile des Geländes stehen immer noch leer oder liegen brach.


Seit 2001 setzt sich der Ideenaufruf für eine bürgernahe, nachhaltige Entwicklung des Revaler Vierecks ein.

Über Öffentlichkeitsarbeit sowie Vorträge und Workshops wird für die Idee einer ökologischen und sozialen Stadtentwicklung geworben, bei der sich die Interessen der Bevölkerung, der NutzerInnen und der Investoren ergänzen sollen.